„Ich möchte gerne zur BBS Boppard“

Berufsorientierung für Mädchen und Jungen der Fritz-Strassmann- Schule an der BBS Boppard

Im Bopparder Hang gruppieren sich links und rechts der Straße „Auf der Zeil“ in enger Nachbarschaft drei Schularten: Grundschule, Fritz-Strassmann-Realschule plus und die berufsbildende Schule (BBS) Boppard. In diesem Schulquartier kann ein Kind bzw. Jugendlicher von der Einschulung in die Grundschule über die „Mittlere Reife“ an der RS+ bis hin zu Ausbildung und Abitur an der BBS Boppard eine komplette Schullaufbahn absolvieren. 

Stolpersteine und Umwege gilt es in der Schullaufbahn möglichst zu vermeiden. Dafür benötigen die Jugendlichen zur rechten Zeit brauchbare Informationen darüber, ab wann es wo und wie weitergehen kann. Weitergehen kann es für die Bopparder Schülerinnen und Schüler der Fritz-Strassmann-Schule zum Beispiel an der benachbarten BBS. Räumlich ist hier lediglich die trennende Straße zu überqueren. Inhaltlich dagegen müssen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander setzen: ‚Was ist die berufsbildende Schule Boppard und ist sie etwas für mich?‘ Um dies zu beantworten, machten sie sich im Rahmen ihrer Berufsorientierung auf den Weg ‚über die Straße‘ in die BBS Boppard.

Mitte Juni wagten ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a-8c im Verlauf des Vormittags den Sprung über die Straße in die BBS Boppard, in der sie Schulleitungsmitglied Dr. Benedikt Descourvières empfing. Bei den jungen Gästen wandelte sich anfängliche Zurückhaltung schnell in Neugierde. Nach einer kurzen Führung durch das Gebäude griff das Praxisfieber in der Metallwerkstatt um sich.

Die Metalllehrer Stefan Rath und Ilko Mandelkow konfrontierten die jungen Gäste mit einem berufstypischen Einstellungstest für Metall verarbeitende Berufe: dem Drahtbiegen mit der Hand. ‚Geht nicht, gibt’s nicht‘, heißt die Devise in der Werkstatt. Dementsprechend waren die Jugendlichen gefordert, es zu probieren. Dabei traten ungeahnte Talente und Vorlieben zutage. Alle stellten sich der Aufgabe und viele bewältigten sogar noch einen zweiten Test im Metallbiegen.

Dem Workshop im Metallbereich folgte die Vorstellung des Küchenbereichs, in dem Frank Schulz anschaulich und kurzweilig die Gruppen in das Berufsfeld der Küche und der Koch-Ausbildung einführte. In der abschließenden Informationsrunde hob Descourvières die vielen Möglichkeiten der Schullaufbahn in den einzelnen Bildungsgängen der BBS hervor. „Wir warten gerne auf euch“, kündigte er an, „und wir haben einiges zu bieten. Ihr müsst aber wissen, was ihr wollt. Die Entscheidung nimmt euch keiner ab, also: Augen auf, Popo vom Sofa und ran an die Betriebe!“ Mit seinem Appell, die kommende Zeit zu nutzen, um Kontakte zu Betrieben und Berufen aufzunehmen, würdigte er die Bereitschaft der Jugendlichen, sich auf die praktische Erkundung der BBS eingelassen zu haben. Und was hat es gebracht?

In einer abschließenden Blitzlichtumfrage zeigten sich Schülerinnen und Schüler begeistert von dem Tag bis hin zur klaren Willensbekundung: „Ich möchte gerne zur BBS Boppard.“