Schule zum Anfassen am Tag der offenen Tür an der BBS Boppard

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich am ersten Februarsamstag ein Bild vom Innenleben der berufsbildenden Schule (BBS) Boppard machen. Ihnen bot sich im Hauptgebäude der Schule ein buntes Angebot an Unterrichtsprojekten, Informationsständen und Vorträgen.

„Lernwerkstatt“, „Literarisches Café“, „Schweißkurs“, „Neon-Nacht“, „Creative Writing“, „Lego Robotics“ – all das und noch viel mehr in einem Haus und an einem Tag. Mit zahlreichen sehenswerten Veranstaltungen und Workshops präsentierten Klassen und Fachbereiche der BBS Boppard ihre Projektarbeiten. „Besonders stolz macht uns, dass wir unseren Gästen am Tag der offenen Tür Ergebnisse und Prozesse realer Unterrichtseinheiten zeigen. Das ist keine gestellte Projekt-Kosmetik für die erwünschte Außendarstellung, sondern gelebte Lernerfahrung an unserer Schule“, erläutert Studiendirektor Christian Tuldi nicht ohne Stolz.“ Davon konnte sich die Öffentlichkeit konkret und anschaulich in den Klassenräumen überzeugen. ‚Kreativ sein und ausstellen‘, lautete die Devise von Kunstlehrerin Dorothee Becker. Sie unterrichtet angehende Erzieher/-innen ästhetischer Bildung. „Dazu gehört natürlich auch, dass man selbst kreativ wird“, weiß Becker, die mit ihrer Klasse eine Indianer-Szenographie gestaltet und diese auch im Rahmen der Kastellauner Neon-Nacht im Frühsommer ausstellen wird.

Die selbst erstellten Skulpturen und Plastiken werden mit Neon-Farben angestrichen, sodass bei Dunkelheit eine farbenfrohe und phantasievolle Kulisse entsteht. Anderer Inhalt, gleicher Anspruch bei ihrer Namensvetterin Theresa Becker, Deutschlehrerin in der Berufsoberschule 2. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich gegenseitig im „Literarischen Café“ Bücher vor, um sie anschließend kreativ zu erschließen. Praktisch angepackt werden darf in der Metallwerkstatt unter den Stichworten „Roboter konstruieren“ und „Schweißen am Simulator“. Doch damit nicht genug: Zu Fragen des Lebens mit Beeinträchtigung, des Visualisierens, des spielerischen Lernens und Entdeckens, des Schweißens, Fräsens, Schraubens, des Kochens und Backens, des Produktdesigns und des Einsatzes moderner Medien im Unterricht gab es an der BBS Boppard viel zu sehen, zu erleben und auszuprobieren. In allem spiegelte sich reales Unterrichtsgeschehen. Der breiten und persönlichen Beratung dienten Bildungsgangpräsentationen und eine Bildungsgangmesse im Zentrum der Schule: der Aula. Die hat sich zum Tag der offenen Tür in ein Messe-Forum verwandelt, auf dem sich die verschiedenen Bildungsgänge der Schule an mehreren Info-Points präsentierten. Lehrkräfte und Schüler/-innen aus den verschiedenen Klassen gaben dem interessierten Publikum in persönlichen Gesprächen Auskünfte und teilten Erfahrungen mit. Das Nebeneinander an Informationsangeboten zu den verschiedenen Bildungsgängen und Schulabschlüssen verschaffte einen guten Ein- und Überblick über das komplizierte System der berufsbildenden Schulen. Lebendig, anschaulich und persönlich ging es zu: Seien es Rahmeninformationen zu den Schullaufbahnen, seien es engagierte Unterrichtssequenzen, sei es die individuelle Beratung oder das eigene Mitmachen in einem Workshop – überall zählt vor allem eins: der persönliche Kontakt zwischen Gästen und Schule: „Man ist einfach direkt mittendrin und nah dran“, zeigte sich eine Besucherin begeistert. Etliche nutzten noch am selben Tag die Gelegenheit zur Schulanmeldung im Sekretariat.