Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Heilerziehungspflege

Die Aufgaben der Heilerziehungspflege umfassen die Erziehung, Begleitung, Assistenz, Beratung, Unterstützung, Bildung und Pflege von Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen aller Altersstufen in ihrem Lebensumfeld.

Ziel der gesamten Tätigkeit von Heilerziehungspflegerinnen ist die Erhaltung bzw. die Entwicklung einer möglichst selbstbestimmten Lebensweise der zu unterstützenden Menschen, verbunden mit einem Höchstmaß an Lebensqualität.

Mögliche Arbeitsfelder für Heilerziehungspfleger/innen sind:

  • Förderkindergärten und integrative Kindertagesstätten
  • Förderschulen und angegliederte Internate
  • Wohnheime und Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Tagesförderstätten
  • Fachkrankenhäuser und psychiatrische Einrichtungen
  • offene Arbeitsfelder wie Frühförderung oder familienentlastende Dienste
  • Einrichtungen der Erziehungshilfe (Intensivgruppen bzw. heilpädagogische Gruppen nach KJHG 35a, seelische Behinderung)
  • Beratungsstellen oder Rehabilitationszentren als neues Tätigkeitsfeld

 

In der dreijährigen Ausbildung sind die fachschulische und die praktische Ausbildung eng miteinander verzahnt. An zwei Tagen pro Woche findet die fachtheoretische Ausbildung in der Schule statt, an drei Tagen sind die Auszubildenden zur fachpraktischen Ausbildung in der Praxisstelle.

Außerdem bietet diese Form der Teilzeitausbildung die Möglichkeit, Familie und Ausbildung zu vereinbaren, zumal der praktische Teil der Ausbildung vergütet wird.

Die schulische Ausbildung an der Fachschule ist organisiert nach Lernmodulen mit folgenden Inhalten:

LM 1

Ein professionelle Haltung in der Berufsausbildung einnehmen

LM 2

Kommunikation, Lern- und Arbeitstechniken

LM 3

Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache

LM 4

Berufliche Identität entwickeln und professionell Teilhabe planen, umsetzen und reflektieren

LM 5

Professionelles Handeln rechtlich begründen und Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigungen mitgestalten

LM 6

Menschen mit Beeinträchtigung wahrnehmen, verstehen, begleiten und fördern

LM 7

Menschen mit Beeinträchtigung pflegerisch und medizinisch im Alltag begleiten

LM 8

Beziehungen aufbauen, Gruppenprozesse gestalten und mit Konflikten angemessen umgehen

LM 9

Prozesse der Wahrnehmung anregen und Möglichkeiten des Selbstausdrucks eröffnen

LM 10

Anthropologisch-soziale Aspekte heilerziehungspflegerischen Handelns in religiöser Perspektive erschließen

LM 11

Abschlussprojekt

LM 12

regionalspezifisches Modul


Den Rahmenlehrplan finden Sie hier zum Download, den detaillierten Lehrplan hier.


Sie sind interessiert und möchten sich bewerben?

Dann beachten Sie bitte:

Die Vorlage eines Ausbildungsvertrags mit einem geeigneten Träger der Behindertenhilfe ist zu Ausbildungsbeginn erforderlich. Die Praxisstelle ist eigenständig zu suchen, die Schule berät gern bei der Suche.

Außer dieser Praxisstelle benötigen Sie folgende Zulassungsvoraussetzungen:

1. ein qualifizierter Sekundarabschluss I und

a) der Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung oder nach Landes- oder sonstigem Bundesrecht oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung oder

b) der Abschluss einer mindestens der Laufbahn des mittleren Dienstes gleichwertigen Ausbildung in einem Beamtenverhältnis oder

c) eine mindestens dreijährige hauptberufliche einschlägige Tätigkeit* oder

d) das mindestens dreijährige Führen eines Familienhaushalts mit mind. einem minderjährigen Kind *

oder

2. die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife (jeweils) in Verbindung mit einer mindestens viermonatigen einschlägigen praktischen Tätigkeit.*

* Angerechnet werden können:

1. die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres, das geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,

2. die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes, der geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,

3. eine einschlägige ehrenamtliche Tätigkeit. 

 

Unter "Downloads" können Sie weitere Informationen herunterladen.