„Konflikte lösen – aber wie?!“ - Schüler der BBS Boppard trainieren ihre Konfliktlösungskompetenzen

Auch in diesem Schuljahr wurde den Schülerinnen und Schülern aus den Grundstufen der Vollzeitklassen ein zweitägiges Deeskalations- und Zivilcouragetraining angeboten. Die bunt gemischte Gruppe bestand aus 15 Teilnehmer/-innen unterschiedlichen Alters und aus den verschiedenen Ausbildungsgängen der BBS, angefangen von Schülerinnen und Schülern aus dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufsfachschule 1 (Wirtschaft/Metall/Ernährung),Höhere Berufsfachschule (Organisation/Sozialassistenz) bis hin zur Fachschule Sozialpädagogik.

Unter der Leitung des Anti-Gewalt- und Coolnesstrainers Karl-Heinz Schreiber lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Strategien zum Umgang mit sich anbahnenden Konfliktsituationen wie beispielsweise Beleidigungen und Provokationen. Ziel der Praxistage, an denen auch die Vertrauenslehrererin Laura Kollmeier und die Schulsozialarbeiterin Frau Kochhäuser teilnahmen, war es, Jugendliche für die verschiedenen Formen von Gewalt und Mobbing zu sensibilisieren und ihre emotionalen und kommunikativen Kompetenzen zu stärken. Ebenso sollte ihr Handlungsrepertoire erweitert werden, wie sie konflikthaften Situationen entgegentreten und nötigenfalls Unterstützung einfordern können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können durch ihre erweiterten sozialen Kompetenzen zu Vorbildern im Umgang mit Gewalt und Konflikten in der Klasse werden und deeskalierend wirken. Dadurch sind nachhaltige Effekte für das Schulleben möglich, indem die so gestärkten  und sensibilisierten Schülerinnen und Schüler schwelende Konflikte in der Klasse frühzeitig erkennen und nun in der Lage sind, sich selbst zu helfen bzw. als Ansprechpartner für Mitschüler zu fungieren.

Mit praktischen Übungen wurde die Kommunikationsfähigkeit trainiert und Handlungsstrategien zur Deeskalation in Konfliktsituationen entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler waren engagiert dabei und erkannten, dass auch sie in kritischen Situationen anderen helfen und wie sie selbst durch kontrolliertes Verhalten dazu beitragen können, um eine Eskalation in krisenhaften Situationen zu verhindern. Das Feedback der Teilnehmer war insgesamt sehr positiv. Sie meldeten u. a. zurück, dass sie für sich neue Kommunikationsstrategien entdeckt haben, die ihnen mehr Sicherheit in konflikthaften Situationen geben. Einhellig waren die Schülerinnen und Schüler der Meinung, dass ihnen das Seminar nicht nur alternative Handlungsstrategien aufgezeigt, sondern auch sehr viel Freude bereitet hat.

Veranstalter des Trainings war die Berufsbildende Schule Boppard in Kooperation mit dem AWO-Projekbüro und der Stadtverwaltung Boppard, die kostenfrei Räumlichkeiten der Stadthalle zur Verfügung stellten.