„Jung und alt kommen erneut zusammen“: Wenn Generationen voneinander lernen

Die „Senioren-AG“ an der BBS-Boppard geht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Haus Elisabeth in Boppard und mit neuen Schülerinnen und Schülern aus der Berufsfachschule I Fachbereich Gesundheit (BF1 G17) in die zweite Runde.

Die im letzten Jahr entstandene Kooperation mit dem Haus Elisabeth in Boppard stellte für alle Beteiligten eine enorme Bereicherung dar, weshalb für die Fachlehrerin Jasmin Breidbach außer Frage stand, auch den neuen Kurs für ein verantwortungsvolles Miteinander und generationenübergreifendes Lernen zu sensibilisieren.

Das erste Treffen stand ganz im Zeichen der Träume.

Die Schülerinnen und Schüler wünschten sich für das erste Treffen einen Traumfänger für die Bewohner zu basteln. Bei der Vorbereitung stellte sich die Gestaltung allerdings als größere Herausforderung dar, aber am Ende konnte sich jeder Schüler über einen gelungenen Traumfänger freuen. Einige hatten so viel Freude und Ehrgeiz daran entwickelt, dass sie freiwillig zu Hause weitere gestalteten.

In der BF1 G17 befinden sich auch einige Schüler, die als  Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, und die bisher weder etwas von einem Traumfänger gehört, noch einen gesehen haben. Auch sie zeigten bei der Gestaltung großes Engagement und gestalteten gleich mehrere Exemplare.

Im Unterricht lernten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte und die Wirkungsweise der Traumfänger kennen, um dies auch den Bewohnern erklären zu können.

Beim ersten Treffen lasen Marie Günther und Saskia Schäfer den Bewohnern ein Gedicht über Traumfänger vor. Im Anschluss erhielten die Bewohner ihre eigenen Traumfänger, sowie das Gedicht mit den jeweiligen Namen der Schüler, um einen Bezug gewinnen zu können.

Die restliche Zeit wurde genutzt, um sich mittels Fragekarten näher kennenzulernen.

Die Fragen hatten alle einen Bezug zu Träumen, Werten sowie persönlichen Wünschen und Sprichwörter, über die alle diskutieren konnten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich bei ihrem ersten Treffen bereits sehr empathisch und engagiert. Dabei gingen sie auf die Bedürfnisse der Bewohner ein und suchten die Gespräche; was nicht immer leicht war. Dennoch gaben sie nicht auf und zeigten ganz neue Fähigkeiten.

Wir freuen uns über den gelungenen Start, vor allem aber über sehr lehrreiche und lebensbereichernde Momente, die mit Sicherheit ein Lernen fürs Leben darstellen.