Vorfahrt für gute Bildung an der BBS Boppard

Bildungsgangmesse am Tag der offenen Tür 

Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich am Tag der offenen Tür ein Bild vom Innenleben der berufsbildenden Schule (BBS) Boppard zu machen. Am letzten Januar-Samstag bot sich ihnen im Hauptgebäude der Schule ein buntes Angebot an Unterrichtsprojekten, Hospitationen, Informationsständen und Vorträgen.

„Wir haben uns etwas Besonderes für unsere Gäste einfallen lassen“, begrüßt uns Timo Hoffmann aus der schulischen Marketing-Gruppe schon am Haupteingang. Nicht ohne Stolz erläutert er das neue Konzept der Bildungsgangmesse. Was steckt dahinter?

Hoffmann führt uns vorbei an Unterrichtsräumen mit offenen Türen, vorbei am Vortragsraum, in dem Schulleitungsmitglieder gezielt Vorträge zu den Schullaufbahnen an der BBS Boppard halten, in das Zentrum dieser schulischen Veranstaltung: die Aula der Schule. Die hat sich indessen in ein Messe-Forum verwandelt, auf dem sich die verschiedenen Bildungsgänge der Schule an mehreren Info-Points präsentieren. Lehrkräfte und Schüler/-innen aus den verschiedenen Klassen geben dem interessierten Publikum in persönlichen Gesprächen Auskünfte und teilen Erfahrungen mit. Das Nebeneinander an Informationsangeboten zu den verschiedenen Bildungsgängen und Schulabschlüssen verschafft uns einen guten Überblick über das komplizierte System der berufsbildenden Schulen. „Jetzt wird mir einiges klar“, hören wir von nebenan und sehen eine Besucherin im Gespräch mit Frau Völkel, Klassenlehrerin der Berufsoberschule 2, die zum Abitur führt. Lebendig, anschaulich und persönlich – hier wird deutlich, was die BBS Boppard unter ihrem Motto „Bildung von Mensch zu Mensch“ versteht. Wir irren nicht von Infowand zu Infowand und Raum zu Raum, sondern fühlen uns direkt mittendrin. Damit auch nichts vergessen wird, dürfen wir uns an neu gestalteten Prospekten bedienen. Doch es geht weiter, denn wir wollen auch mal hineinhorchen in den realen Unterricht. „Kein Problem“, erklärt uns Timo Hoffmann. Wir können heute regulären Unterricht sehen und einfach hineinschnuppern, denn die Türen stehen alle auf.

Einige Klassen haben besondere Projekte vorbereitet, die auf dem „Wegweiser“ ausgeschildert sind.Wir gehen los und staunen, zum Beispiel im Klassenraum der Technischen Produktdesigner (TPD): Ruhig und konzentriert geht es hier zu: „Die Auszubildenden lernen hier, computergestützt technische Vorrichtungen zu entwickeln und zu designen, um maschinelle Fertigungsprozesse zu verbessern“, erläutert uns Klassenlehrer Andreas Karbach. Und so geht es weiter durch etliche Klassenräume. In einigen erwarten uns besondere Projektvorstellungen, wie zum Beispiel im „Escape Room“ oder bei den Heilerziehungspflegern. Praktisch angepackt werden darf in der Metallwerkstatt unter den Stichworten „Roboter konstruieren“ und „Schweißen am Simulator“. Überall wird unterrichtet, präsentiert, gewerkelt, gekocht, erläutert und beraten. Es herrscht eine große Betriebsamkeit und das Besucherinteresse ist groß: Mancherorts kommt es zu Warteschlangen. Auch Schulleiterin Gabriele Wingender lässt es sich nicht nehmen, am Geschehen aktiv mitzuwirken. 

Wir treffen sie in der Aula - mittendrin in der Bildungsgangmesse. Ihr ist der persönliche Kontakt sehr wichtig: in der Schulgemeinschaft und natürlich auch zu den Gästen von außerhalb: „Das persönliche Gespräch gilt uns hier an der BBS Boppard als die wichtigste Grundlage für Beratung und Information. Bildung funktioniert am besten von Mensch zu Mensch und deshalb müssen die Aktenberge an einem Tag wie heute auch mal im Büro warten“, erklärt sie uns schmunzelnd. Wir nehmen es ihr ab. Und was nehmen wir mit? Neben vielen wichtigen Informationen auch viele gute Eindrücke von einer offenherzigen Atmosphäre und von  freundlichen, kompetenten Menschen. Wir kommen wieder an die BBS Boppard.